Brugmansia 'Culebra' - eine B. aurea Hybride?

Hier können die Gäste lesen.

Brugmansia 'Culebra' - eine B. aurea Hybride?

Beitragvon Tetje » So 5. Jun 2011, 20:44

Hallo zusammen,

eine der wohl interessantesten Engelstrompeten ist die 'Culebra', diese Sorte gelangte über Salvador Chindoy
nach Herrenhausen in Hannover. Auffällig ist, dass die Blüten über den Saumspitzen stark eingeschnitten sind,
so dass der Eindruck einer unverwachsenen Krone entsteht. Die 'Culebra' hat keine Ähnlichkeit zu anderen Sorten, dieses wird sehr deutlich, wenn man sich die dünnen und länglichen Blätter anschaut. Was auch weniger bekannt ist, dass diese Sorte unglaublich langsam wächst. Eine Brug-Freundin aus Süddeutschland hat ihre 'Culebra' über 20 Jahre und die Pflanze ist gerade ein Meter hoch. Auch gibt es bis heute keine Kreuzungen mit anderen Engelstrompeten. Hier stellt sich für mich die Frage, ob es sich hier überhaupt um eine Engelstrompete handelt!?

R. Schultes hat die 'Culebra' als eigenständige Gattung, Methisticodendron amesianum, eingestuft.

Wie ist eure Meinung zu dem Thema?

File0007.jpg


File0008.jpg
Nach Deiner Registrierung sind die Dateianhänge für Dich sichtbar.
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Tetje
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Engelstrompetenfreund » Fr 8. Jun 2012, 21:20

Hallo,
ich habe die Culebra jetzt seit ca. 3 Jahren in meinem Bestand. Leider ist es Jahr für Jahr ein Kampf diese ordentlich durch den Winter zu bekommen. Als ich sie damals von einer Bekannten übernommen habe, hatte Sie diese leider an einigen Stellen zurückgeschnitten. Diese Stellen machen mir jetzt die Weiterkultur schwer. Sie trocknet hier immer weiter zurück und verwächst die offenen Stellen nicht. Hat jemand evtl. einen Tipp für mich, wie ich die Pflanze wieder stabilisiert bekomme?
Wäre schade das jetzt ca. 150 cm grosse Exemplar zu verlieren.
Engelstrompetenfreund
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Tetje » Fr 8. Jun 2012, 21:34

Hallo Alex,

es gibt Engelstrompeten die rauben einen den letzten Nerv :roll: und hier hast du so einen Kandidaten erwischt.
Sie wächst sehr langsam und ist wie alle B. aureas Wurzel empfindlich, unbedingt Staunässe vermeiden.

Schau' dir bitte morgen unbedingt den Wurzelbereich an, damit sie sich nicht von unten verabschiedet. Schnittmaßnahmen sollten bei ihr nicht durchgeführt werden, dass verzeiht sich nicht und dieses wurde
auch von dir bestätigt.
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Tetje
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Engelstrompetenfreund » Fr 8. Jun 2012, 21:42

Hallo Tetje,

danke für den Tipp. Eine "Wurzelkur" hab ich schon durchgeführt. Ob es was bringt die zurücktrocknenden Äste mit Wundverschluss aus der Baumpflege zu verschliessen?
Bzw. vielleicht wäre es ratsam zu versuchen einen Steckling zu setzen. Hast Du das schon mal gemacht?
Gibt es da was besonders zu beachten?
Engelstrompetenfreund
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Tetje » Fr 8. Jun 2012, 21:51

Hallo

Das mit dem Wundverschluss würde ich persönlich tunlichst vermeiden, häufig fault es unter dem Verschluss
weiter. Einen Steckling zur Bewurzelung von der Culebra zu bekommen,ist nicht einfach, ich persönlich würde es mit Abmoosen versuchen.

Du hast die Pflanze in deiner Liste und ich denke, dass du es sein lassen solltest von ihr Stecklinge zu schneiden.
Auch wenn der Ruf der Kunden noch so groß ist, auch ist sie eine reine Liebhaberpflanze. ;)
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Tetje
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Engelstrompetenfreund » Fr 8. Jun 2012, 21:56

Hallo,
ich hab sie zwar in der Bestandsliste, aber nicht im Angebot. Stecklinge sind von dieser Pflanze nicht vorgesehen. Ich hatte nur gedacht, wenn ich die Rücktrocknung der Mutterpflanze nicht stoppen kann und ich diese verliere, wäre es schön, vorher einen Steckling gemacht zu haben.

Mit dem Wundverschluss hast Du sicher recht. Das werd ich mal lieber lassen.
Engelstrompetenfreund
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Tetje » Sa 9. Jun 2012, 10:51

Ich persönlich würde sie jetzt in Ruhe lassen, dieses *rumtüddeln*
ist für sie nichts, auch gönne ihr den angestammten Platz und warte
in Ruhe ab, du hast noch den gesamten Sommer vor dir. :)

Ich würde mich freuen, wenn du deine Sammlung bzw. deinen Garten
in einem Thread vorstellen würdest. :D
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Tetje
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Engelstrompetenfreund » Sa 9. Jun 2012, 22:58

Ja, Tetje, ich denke auch, dass wird wohl das Beste sein.
Ich habe mal ein Bild vom Ort des Geschehens gemacht.
Genau an diesen Stellen wo sie geschnitten wurde bevor sie in meinen Besitz kam, trocknet sie jetzt Stück für Stück zurück. Irgendwann fangen die jetzt noch schönen und gesunden Seitentriebe die man hier sehen kann, zu welken an und sterben ab. Und ich kann nichts dagegen tun. :cry:
Nach Deiner Registrierung sind die Dateianhänge für Dich sichtbar.
Engelstrompetenfreund
 

Re: 'Culebra' - eine B.aurea Hybride?

Beitragvon Tetje » So 10. Jun 2012, 20:54

Hallo Alex,

ich persönlich würde als allerletzte Maßnahme ein Pilzmittel
gießen, auch würde ich den Topf desinfizieren.

Die 'Culepra' ist und bleibt in der Kultur sehr schwierig.....
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Tetje
 

Re: 'Culebra' - eine Brugmansia aurea Hybride?

Beitragvon Engelstrompetenfreund » Mo 11. Jun 2012, 16:36

Hallo Tetje

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, die Culebra prophylaktisch alle 6 Wochen mal gegen Spinnmilben zu spritzen. Eigentlich bin ich kein Freund von chemischen Maßnahmen und setze Spritzmittel nur ein, wenn ich mir gar nicht mehr zu helfen weiss. Im ersten Jahr allerdings, hatte ich es hier auch so gehalten und die Pflanze bekam, wie aus heiterem Himmel, zwei extreme Schübe von Spinnmilbenbefall. Diese Attacken hatten ihr schwer zu schaffen gemacht. Im zweiten Jahr, kaum war sie draussen, wieder so eine Epidemie. Seit diesem Zeitpunkt behandle ich sie ca. alle sechs Wochen. Nicht so schön, aber der Pflanze tut es gut.
Engelstrompetenfreund
 

Nächste

Zurück zu B. aurea und deren Hybriden




Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast