Oxalis tuberosa Molina - Knollinger Sauerklee

Oxalis tuberosa Molina - Knollinger Sauerklee

Beitragvon Tetje » So 7. Apr 2019, 15:01

Hallo zusammen,

ich persönlich bin ein großer Freund der deutschen und regionalen Namen von Pflanzen. Nicht immer
passen die Namen, entstehen aber oft aus Missverständnissen. Oxalis tuberosa Molina stammt vermutlich
aus Südamerika. Die genaue Herkunft kann man auf der Grund der Tatsache, dass es sich um eine jahrtausende alte Kulturpflanze der Hochlandindianer handelt, nicht mehr genau nachweisen.

296.JPG


Es handelt sich um eine mehrjährige, sukkulente und krautige Pflanze und Oxalis tuberosa wächst
eindeutig aus Rhizomen und nicht aus Knollen. Als Oxalis tuberosa im 19 Jahrhundert nach Europa als
Oka oder Yam eingeführt worden ist, kannte die Mehrheit der Bürger nicht den Unterschied zwischen
einer Knolle und einem Rhizom. Wer einmal exotisches Gemüse essen will, kommt an Oxalis tuberosa
nicht vorbei. In Europa hat sich diese Kulturpflanze bis heute nicht etablieren können.

Juan Ignacio Molina war ein chilenischer Priester und Naturforscher und hat die Pflanze wissenschaftlich beschrieben.
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Re: Oxalis tuberosa Molina - Knollinger Sauerklee

Beitragvon Tetje » Sa 14. Sep 2019, 20:58

Hallo zusammen,

die Gattung Oxalis ist überaus interessant und dazu sehr vielfältig.
Bei uns ist die Zubereitung von Oxalis tuberosa als Speise kaum bekannt. Manche Gemüsesammler kennen sie als exotisches Gemüse und wissen sie zu schätzen. In machen Gegenden von Südamerika eine normale Beilage zum Essen.
In erster Linie wird der Knollinge Sauerklee wegen seinem essbaren Stamm kultiviert, aber die Blätter und jungen Triebe können auch als grünes Gemüse gegessen werden.

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Reife Stängel können ähnlich wie Rhabarber verwendet werden. In Andenregion gibt es verschiedene Methoden, um Rhizome zu verarbeiten und zuzubereiten. In Mexiko wird der Knollinge Sauerklee roh mit Salz, Zitrone und Pfeffer zubereitet. Der Geschmack ist oft leicht würzig, aber es gibt einen beträchtlichen Unterschied in den Aromen zwischen den Sorten und einige sind überhaupt nicht sauer. Die Textur reicht von knusprig (wie eine Karotte), wenn sie roh oder unzureichend gekocht ist, bis zu stärkehaltig oder mehlig, wenn sie vollständig gekocht ist. Knollinger Sauerklee kann gekocht, gebacken oder gebraten werden. In den Anden wird er ua. in Eintöpfen und Suppen verwendet, wie Kartoffeln serviert oder kann als Süßigkeit serviert werden. Wie man liest eine sehr große Bandbreite.

In Neuseeland oder in Teilen von Australien hat sich Oxalis tuberosa als Gemüse durchgesetzt. Trotz mehrmaliger Versuche die Pflanze bei uns zu etablieren, wird sie ein exotisches Gemüse bleiben.

20190908_105312.jpg


Der Knollinge Sauerklee benötigt kurze Tage um Rhizome zu bilden. Außerhalb der Tropen beginnt im Herbst die Tagundnachtgleiche um Rhizome zu bilden. Wenn der Frost zu früh im Herbst auftritt, stirbt die Pflanze oberhalb ab, bevor die Rhizome entstehen.

Die von mir gezeigte Sorte hat mit der ursprünglichen Art wenig zu tun. Heute geht man davon aus, dass die Art ursprünglich aus der zentralen Andenregion stammt. Die Art zeigt wunderschöne gelbe Blüten, die Sorte hat durch die gezielte Auslese als Gemüsepflanze ihre Blüten im Laufe der Zeit verloren.
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Re: Oxalis tuberosa Molina - Knollinger Sauerklee

Beitragvon Rudi » So 15. Sep 2019, 10:17

Hoi Tetje

Hast du den Klee probiert? 8-)
Grueezi aus der Schweiz
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Re: Oxalis tuberosa Molina - Knollinger Sauerklee

Beitragvon Tetje » So 15. Sep 2019, 12:57

Hallo Rudi,

ich habe diese Pflanze in der letzten Woche erhalten und gleich in gute Erde umgesetzt. Sie hat sich deutlich erholt, wenn ich es heute schaffe, stelle ich ein Foto ein. 8-) ;)

Im Spätherbst ist der Verzehr geplant. :--D
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Re: Oxalis tuberosa Molina - Knollinger Sauerklee

Beitragvon Tetje » So 13. Sep 2020, 11:48

Hallo zusammen,

es gibt verschiedene Auslesen von dem Oxalis tuberosa. Anbei die gelbe Form, auffällig bei dieser Auslese ist, dass sich die Blätter teilweise an bestimmten Tagen nicht mehr öffnen.

IMG_20200905_131439.jpg
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