Filipendula ulmaria - Echtes Mädesüß, eine alte Heilpflanze

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Isabel
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Filipendula ulmaria - Echtes Mädesüß, eine alte Heilpflanze

Beitrag von Isabel »


Langsam nähern wir uns wieder dem Höhepunkt des Gartenjahres, der Sommersonnwende am 21. Juni, die den astronomischen Sommeranfang markiert.

Wie schnell es doch immer geht.
Erst wird der Frühling sehnsüchtig erwartet, der Garten eingerichtet mit einjährigen Dahlien und Gemüsesorten, heuer bin ich besonders auf meine Wilddahlien Dahlia merkii gespannt. Die Pflänzchen haben sich gut entwickelt und stehen vorsichtshalber durch Schneckenkrägen von Fraßfeinden gesichert.
Dann läuft die Zeit davon.

„Im Juni kann man den Pflanzen beim Wachsen zuschauen“, heißt es im Volksmund.
Es ist der Monat, in dem in unseren Breiten die Gewächse am meisten zulegen.
Die Tage sind lang, die Witterung oft pflanzenfreundlich, auch wenn uns nach der Schafskälte wieder heiße Tage erwarten werden.

Der Jahreslauf steuert auf den Höhepunkt des Sommers zu, die Natur steht voller Kraft und Saft und die Erntezeit beginnt langsam.
Vor allem auch das Sammeln von Kräutern für die Hausapotheke, die nun bald ihren höchsten Gehalt an Wirkstoffen entwickelt haben.

Eine Staude besticht mich derzeit besonders in unserem Garten, hochgewachsenes Mädesüß hinter den Kräuterbeeten, das mit ihrem bonbonfarbenen Rosa Farbe ins Beet bringt.

Das Echte Mädesüß Filipendula ulmaria ist eine alte Heilpflanze aus der Familie Rosengewächse (Rosaceae).
Sie ist in weiten Gebieten Europas heimisch und man findet sie auf nährstoffreichen Feucht- und Nasswiesen, gerne auch an Bachläufen.

Alte Volksnamen lauten: Wiesenkönigin, Spierstaude, Wiesenaspirin.
Früher war das Mädesüß der Gattung „Spiraea“ zugeordnet.

Charakteristisch für die „Wiesenkönigin“ sind ihre weißen, fiedrig leichten, zart nach Bittermandel oder Vanille duftenden Blütenrispen.
Die Pflanze wird etwa 1,5 m hoch, hat drei- bis fünfpaarige Blätter, die an einem auffallend rötlich überlaufenden Blattstiel gegenüber stehen.

Mädesüß ist eine Heilpflanze, die viele Menschen gar nicht kennen.
Sie enthält schmerzstillende Substanzen, die ähnlich wie Acetylsalicylsäure wirken.
Der Volksmund gab daher dem Mädesüß den Namen „Wiesenaspirin“.

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Mädesüßblüten, innerlich ist das Mädesüß bevorzugt als Tee zu verwenden.
Salicylsäure aus Mädesüß wirkt leicht antientzündlich, kann Schmerzen lindern und Fieber senken und daher Beschwerden lindern, die typischerweise bei einer Erkältung auftreten.

Die alten Germanen verwendeten die Blüten als Zutat für Met (Honigwein).
Zum Aromatisieren von Wasser können frische Blüten für ein paar Stunden eingelegt werden.
Blüten und Stängel können auch auf dem Kräuteraromalämpchen geräuchert werden.

Aber bitte Vorsicht. Nicht verwenden, wenn Allergien auf Salicylate bekannt sind.
Auch nicht bei Einnahme von Blutverdünnern oder bei Asthma.

Am Freitag war wieder Kräuterwanderung im Rahmen einer einjährigen Ausbildung für Kräuterwissen, wobei es von Anfang bis Ende geregnet hat.
Das Mädesüß stand neben echter Kamille, Baldrian und vielen anderen auf der Liste ganz oben. Im Wandergebiet fanden wir es überwiegend cremeweißblühend, wobei es wegen des Regens leider nicht möglich war, ein Foto zu machen.

Isabel :)
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Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters.
Khali Gibran
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