Pflanzsubstrat für Hibisken

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Apriköschen
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Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von Apriköschen »

Die Erde stammt aus Mischwald, ist also eine verrotette Mischung aus Fichtennadeln und Buchenlaub, wirklich toll, schön locker.
Die Erde verwende ich noch nicht lange, erst seit letztem Jahr.
Und sterilisiert habe ich nicht, ich weiß da sind Pilze und Zeug ohne Ende drin, aber dem Hibiskus gefällts, die Wurzeln gucken schon wieder unten raus :mrgreen:

Und durch den Mist kamen auch automatisch Würmer mit in den Topf, die sind jetzt gerade fleißig dabei Humus zu produzieren :D. Da sackt die Erde zwar etwas, aber das macht nichts.
RosaRot (unerwünscht)

Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von RosaRot (unerwünscht) »

Eine feine Mischung, Deine Walderde! Sterilisieren würde ich wenn überhaupt nur bei Saaten oder Stecklingen.
Hier gibts leider keine Buchenwälder in der Nähe, das habe ich schon oft bedauert.
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Tetje
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Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von Tetje »

Ich finde den Tipp nicht schlecht und könnte mir diese Erde bei Kübelpflanzen gut vorstellen.
Da Hibisken viel Dünger brauchen, wird irgendwann das Bodenleben kippen. 8-)
Wie bekommst du das mit den zusätzlichen Düngergaben hin?

Auf Ullas Meinung dazu bin ich sehr gespannt.

Apriköschen, damit es keinen unnötigen Ärger mit dem Admin gibt 8-) , ein kleiner und netter Hinweis. ;) :D
Diese Abkürzungen mit "Hibi" usw. sind im DGF tabu.... ;)

Du wirst dich schon daran gewöhnen. :mrgreen:
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
UllaL

Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von UllaL »

OH je, das Thema habe ich schon mit einigen Hibiskusfreunden durchkauen müssen ....., also auf ein Neues:
weder ist Walderde noch der halbverrottete Mist (Stickstofflastig) für die Hibisken auf Dauer ideal, macht zwar erstmal tolles Wachstum aber dann ......, alles was da drin ist, Mikroorganismen, Pilze und vor allen Dinger die Regenwürmer werden der Pflanze im Winter böse zusetzen. Pilze lieben die Winterzeit in der die Hibisken Wärme brauchen aber nicht allzu viel Licht abbekommen, da gibt es eine massive Vermehrung des Mycels was zum Verrotten der feinen Wurzeln führt, das Spitzensterben lässt dann nicht lange auf sich warten. Die Regenwürmer tun sich anfangs noch an der Walderde gütlich, wenn die durchgearbeitet ist kommen die feinen Wurzeln der Pflanze dran ....., ich spreche aus Erfahrung, habe durch Regenwürmer über die Jahre immer wieder mal Pflanzen verloren :-(
Hinzu kommt die irgendwann nötige Düngung der Pflanze wobei da gar keine Einschätzung der nötigen Düngerzusammensetzung wie auch der notwendigen Düngermenge möglich ist, man müsste da erst eine Bodenanalyse vornehmen.

Ich habe selber schon die wunderbare Walderde aus dem Mischwald meinen Topferden zugefügt und war anfangs überrascht und begeistert, die Winter brachten dann ein anderes Ergebnis.
Pferdemist, gut verrottet bekommen meine Tomaten ;-)

Ihr seht schon, ich bin von dieser Mischung nicht begeistert, über die Jahre habe ich immer viel ausprobiert und im Moment läuft bei mir das Experiment mit den absolut Torf-freien Erden und den Kokoschips.

Ich hoffe Apriköschen hält uns regelmäßig auf dem laufenden mit seiner Moorea Mangy Blue die nun in dieser Substratmischung steht.

Herzliche Grüße
Ulla
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Miki
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Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von Miki »

Wurde schon Hydrokultur genannt?
Ich habe meine Hibiskus seit Jahren in Hydrokultur ;) , und komme eigentlich recht gut klar damit. Alle ein bis zwei Jahre mal aus dem Topf nehmen, gut durchspülen, dann geht das wieder.
Zuletzt geändert von Tetje am Mo 16. Jun 2014, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte im DGF keine Abkürzungen der Pflanzen usw. wie Hibi und Hydro verwenden, das möchten wir nicht, danke. ;-)
UllaL

Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von UllaL »

Hallo Miki,

als erstes würde ich gerne wissen welche Sorten Du hast/auf welcher Unterlage sie veredelt sind und seit wann genau Du die Hibisken in Hydrokultur stehen hast.

Vor vielen Jahren war Hydrokultur mal "in" und da habe ich viel Post mit diesbezüglichen Anfragen bzw. auftretenden Problemen bekommen.
Ich habe dann selber einige Sorten in Hydrokultur gesetzt und ausprobiert wie sie sich da entwickelten. Leider musste ich feststellen dass in den Sommermonaten alles fast perfekt lief, ich ließ die Pflanzen im Haus, aber in den Wintermonaten traten die Probleme durch die ständige Feuchtigkeit auf. Zudem war die Ungezieferbekämpfung bei den Pflanzen in Hydrokultur erschwert, da, wo normalerweise mit Stäbchen gearbeitet werden konnte musste nun gesprüht werden und das war mit den Kügelchen nicht gerade lustig.
Auch die Düngung der Hibisken war ein unberechenbares Unterfangen, Versalzung durch die eigentlich notwendigen kräftigen Düngergaben vorprogrammiert.

Das Gleiche gilt übrigens für die Kultur in L...Pon, auch da ist das mit der Düngung etwas schwierig, für mich jedenfalls noch.
Nachdem man in allen Gartencentern und Gärtnereien auf L...Pon stößt, außerdem einige meiner Hibiskusfreundschaften völlig auf dieses neue Substrat umgestellt haben und offensichtlich auch im Winter gut damit zurecht kommen, habe ich doch auch einen Versuch gestartet.
Zwei Sämlinge durften in das neue Substrat, der eine hat gleich "hurra" geschrien und ist wie verrückt gewachsen, der andere fand das nicht so lustig und musste nach vier Wochen schnellstens in die normale Erde zurück wo er sich inzwischen erholt hat und gedeiht. Dafür durfte dann ein anderer Sämling in das neue Substrat und den beobachte ich sehr genau.
Die größte Schwierigkeit ist auch da die Ungezieferbekämpfung da die Stäbchen nicht helfen, man also wieder zum Spray greifen muss.

Am wenigsten gefällt mir dass ich die Hibisken nicht ins Gartenbeet stellen kann wo sie dann vom Regen durchspült, von der Sonne verwöhnt und vom Winde gezaust werden und so wesentlich besser für den Winter gerüstet sind.

Ich lerne noch und werde im Herbst eine Freundin besuchen die alle ihre Pflanzen in L....P... stehen hat, mal sehen wie das so aussieht und ob ich dann dazu eine positivere Einstellung habe ;-)

Herzliche Grüße
Ulla
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Apriköschen
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Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von Apriköschen »

Hallo Ulla,
was ist denn l...P ? Das sagt mir jetzt garnichts.
Ich verwende gegen weiße Fleige und co seit neuestem Neemöl, bin ja Bio :D
Kann noch nichts abschließendes dazu sagen, aber sieht vielversprechend aus. :)
RosaRot (unerwünscht)

Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von RosaRot (unerwünscht) »

Apriköschen, suche mal unter Lechuz...P..., du findest es schon. Ist ein Fertiggranulat, aufegdüngt, mit Lava und anderen Inhaltsstoffen.
UllaL

Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von UllaL »

Habe einige ältere Hibisken beim Umtopfen Anfang April wie versprochen in ein Substrat (nicht ganz Torf frei) mit Kokos-Chips Untermischung gepflanzt, sie haben es vertragen, wie gut es ihnen tut kann ich noch nicht sagen.
Auf jeden Fall halten die Kokos-Chips (Größe etwa zwischen 2cm und 4 cm) die Nässe wesentlich länger als das Substrat selber. Ich habe um das beurteilen zu können es extra ausprobiert, in einem Topf ohne Pflanze. Könnte mir vorstellen dass größere/ältere Pflanzen damit gut zurecht kommen, bei kleineren Pflanzen bzw. Sämlingen würde ich das nicht untermischen.
Bei mir ist im Hinterkopf immer die möglichen Anhaftungen an der Kokosfaser, in dem Fall Chips und was sie mit den Pilzen macht. Also werde ich auch da den Winter abwarten müssen um zu sehen ob die Untermischung mit Kokos-Chips zur weiteren Auflockerung des Substrats wirklich etwas gutes ist.

Herzliche Gerüße
Ulla
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Apriköschen
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Re: Pflanzsubstrat für Hibisken

Beitrag von Apriköschen »

Hallo UllaL,

interessant, ich überlege ob ich nicht villeicht meinen umtopfen sollte in das neue Substrat, da er Chlorose bekommt...
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