Seite 1 von 2
Hibisken im Haus
Verfasst: Fr 14. Sep 2012, 23:04
von Tetje
Liebe Ulla,
wo bringst du deine Lieblinge unter?
Hast du soviel Platz oder so einen großen Wintergarten?

Hibisken im Haus
Verfasst: So 16. Sep 2012, 09:52
von UllaL
Lieber Tetje,
wir leben in einer Doppelhaushälfte mit idealer Ausrichtung , Ost-Süd-West und in unserem Haus gibt es ganz schöne Fensterbänke mit 30cm Tiefe

Der Wintergarten ist nur 12 qm groß und ein Wohnwintergarten, also hat mein Mann mir Rolltische gebaut auf denen die größeren Pflanzen in Dreierreihen hintereinander stehen können, das entlang von zwei bis zum Boden gehenden Fenstern, am dritten Fenster stehen die ganz großen auf Rollern oder auch meine Sämlinge dreifach geschichtet im Regal.
Unser Haus ist wieder bis unter das Dach mit den Hibisken bestückt, dort stehen die 100 Unterlagenpflanzen die die 15°C dort über den Winter gut vertragen. Das Arbeitszimmer meines Mannes, ein Gästezimmer und das Gästebad sind frei von Hibisken.
Bis zum Frühjahr haben sich die Reihen wieder gelichtet, 20 Pflanzen, einschließlich der Sämlinge, gehen meistens über den Winter kaputt

((
Herzliche Grüße
Ulla
Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Mi 26. Sep 2012, 19:12
von BiggiB
Hallo Ulla,
mach mich nicht wahnsinnig, wenn durchschnittlich 20 Pflanzen den Winter nicht überleben, dann bleibt bis zum Frühjahr bei mir nicht mehr viel übrig

.
Bei meinen diesjährigen Moorea-Sämlingspflanzen (ca. 50), o.k. da kann ich es ja noch verstehen, wenn es die eine oder andere nicht überlebt, obwohl sie den Sommer über sehr kräftig gewachsen sind – aber bei den großen Pflanzen?
Bitte mache mir ein bisschen Hoffnung, es ist mein
erstes Hibiskusjahr!
Liebe Grüße
Brigitte
Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Do 27. Sep 2012, 14:09
von UllaL
BiggiB hat geschrieben:Hallo Ulla,
mach mich nicht wahnsinnig, wenn durchschnittlich 20 Pflanzen den Winter nicht überleben, dann bleibt bis zum Frühjahr bei mir nicht mehr viel übrig

.
Bei meinen diesjährigen Moorea-Sämlingspflanzen (ca. 50), o.k. da kann ich es ja noch verstehen, wenn es die eine oder andere nicht überlebt, obwohl sie den Sommer über sehr kräftig gewachsen sind – aber bei den großen Pflanzen?
Bitte mache mir ein bisschen Hoffnung, es ist mein
erstes Hibiskusjahr!
Liebe Grüße
Brigitte
Liebe Brigitte,
das mit den 20 musst Du nicht so eng sehen, das betrifft nur mich mit meinen ca. 500 + Hibisken
Du schreibst Du hast Moorea Sämlingspflanzen, hast Du sie dieses Jahr herangezogen?
Bei Deinen anderen Pflanzen kommt es darauf an auf welche Unterlage sie veredelt wurden, ob auf Albo (Gommer-Pflanzen) oder auf Pride Of Hankins (Reinecke-Pflanzen).
Albo hat keine Probleme mit unserem Winter, da sind keine oder kaum Verluste zu erwarten, anders bei den auf POH veredelten Sorten.
POH ist extrem anfällig für das Spitzensterben welches durch einen Pilz in der Erde verursacht wird der in die Leiterbahnen eindringt und sie komplett blockiert. Um dem entgegenzuwirken kannst Du ab sofort alle 14 Tage die Hibisken mit Aliette gießen, so wird der Pilz in der Erde im Zaum gehalten und die Überlebenschancen der Hibisken erhöht.
Wichtig ist außerdem dass die Pflanzen, auch wenn sie im warmen Haus stehen vorsichtigst gegossen werden.
Immer daran denken dass wenn die oberste Erdschicht trocken ist noch lange nicht die Feuchtigkeit unten im Topf aufgebraucht wurde. Wer nicht viele Pflanzen hat kann sich am besten so orientieren:
Topf anheben, ist er leicht dann wieder Wasser (und auch noch Dünger) geben, ist er noch "schwer" lieber mit der nächsten Wassergabe warten.
Herzliche Grüße
Ulla
Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Do 27. Sep 2012, 14:38
von BiggiB
Liebe Ulla,
vielen Dank für Deine rasche Anwort!
Meine großen Pflanzen sind von Gommer und dürften demnach auf Albo veredelt sein, also ist wohl schon mal eine „leichte“ Entwarnung angesagt

, und mit dem gießen wird es schon klappen.
Die Moorea-Sämlinge habe ich Mitte März aus Samen herangezogen und inzwischen haben sie eine Höhe zwischen 35cm – 40cm, ein paar Schwächlinge sind mir allerdings im Laufe des Sommers eingegangen. Bei den Moorea-Kreuzungen bin ich natürlich besonders gespannt, was für Blüten sie einmal hervorbringen werden.
Jetzt habe ich noch eine bzw. zwei Fragen:
Da die Hibisken jetzt bald dauerhaft im Haus stehen, soll ich sie da schon mal vorbeugend gegen Spinnmilben spritzen, denn das könnte man im Moment noch im Freien machen? Ach ja, und welchen Dünger soll ich im Winter verwenden, vorhanden wäre Hakaphos grün, rot und blau – den grünen + roten wohl nicht, eher den blauen (N15-P10-K15)?
Liebe Grüße
Brigitte
Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Do 27. Sep 2012, 18:56
von Admina
Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Do 27. Sep 2012, 19:40
von BiggiB
Vielen Dank für den Hinweis.

Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Fr 28. Sep 2012, 17:19
von UllaL
Liebe Brigitte,
O.K., die Seite für die Schädlingsbekämpfung hat netterweise Admin schon eingestellt, nun aber noch zur Düngung:
auf jeden Fall jetzt im Oktober noch Hakaphos soft Spezial 16-8-22 oder Hakaphos soft Plus 14-6-24 geben, die Blühphase und damit Bestäubungsphase ist ja noch in vollem Gange und dieser Dünger lässt auch die Neutriebe von diesem Jahr gut ausreifen. Der erhöhte Kaliumanteil gibt den Blüten eine kräftigere Farbe.
Der Dünger wird aber nur noch in normaler Ration gegeben, zweimal die Woche reicht.
Mit dem Hakaphos blau beginnst Du wieder im Februar zu düngen, den Hakaphos rot nimmst Du bitte nur zur Blattdüngung her, er enthält für die normale Düngung zu viel Phosphor.
Herzliche Grüße
Ulla
Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Fr 28. Sep 2012, 17:34
von BiggiB
Liebe Ulla,
herzlichen Danke für Deine Antwort!
Ich bin zwar ein bisschen verunsichert, da immer geschrieben wird, dass Hakaphos soft speziell für weiches Wasser gedacht ist, wir haben aber hier in München hartes Wasser

.
Re: Hibisken im Haus
Verfasst: Sa 29. Sep 2012, 18:50
von UllaL
Liebe Brigitte,
diese Mär von Hakaphos soft spezial geht durch viele Foren und ist Quatsch.
Ich habe zwar eine Regenwassertonne und damit zeitweise das "weiche" Regenwasser zur Verfügung aber die meiste Zeit muss ich schon durch die Menge meiner Pflanzen auf das harte Leitungswasser zurückgreifen.
Wichtig ist dass die Düngesalze mit lauwarmen Wasser angerührt werden sodass sie sich gut auflösen und erst dann in das Gießwasser gegeben werden.
Nur Mut, füttere Deine Pflanzen noch ein bisschen bevor die grauen Tage beginnen
Herzliche Grüße
Ulla