Vermehrung durch Rißlinge
Verfasst: Mo 4. Feb 2013, 18:24
Vermehrung durch sog. Rißlinge
Bei der vegetativen Vermehrung von Bäumen und Sträuchern gibt es eine Methode, die ich persönlich auch bei Hibisken anwende.
Die Bewurzelung von Risslingen.
Statt Steckhölzer und Kopfstecklingen.
Die Methode ist aber nur anzuwenden, bei Arten und Sorten, die gut auf ihren eigenen Wurzeln wachsen.
Gehändelt wird das so:
Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen , ca. 5-10 cm - werden vorsichtig mit dem Daumen nach der Seite weggedrückt. Geht ganz leicht.
Bei Hibisken muss man ein wenig acht geben – bei ihnen reißt schnell das
Blatt mit ab – und mitunter ein Stückchen Rinde.
Da muss man dass Blatt am Ansatz mit der 2.ten Hand festhalten und den Rißling wegdrücken und dann nach oben wegziehen.
Hört sich kompliziert an – ist aber – einmal ausprobiert – kinderleicht.
So und nun zu dem Grund dieser Aktion:
Der Rißling hat an seinem unteren Ende gleich so etwas ähnliches wie einen kleinen Kallus – aus dem sich wesentlich schneller Wurzeln bilden, als aus einem Kopfsteckling.
Die Rißlinge werden in Anzucht und Pikiererde gesteckt, - nebelfeucht - mit einer Abdeckung versehen und kommen auf eine Wärmeplatte + Fluoraleuchten.
Zum richtigen Zeitpunkt - wenn die Pflanze in der vegetativen Phase ist - geht die Wurzelbildung sehr schnell.
Im Prinzip kann ich aber so das ganze Jahr über vermehren. Bewurzelungshormone - da bin ich geteilter Meinung.
Ich hab ja noch einen Rest der früher angebotenen Indolylbuttersäure. Da gab es auch Unterschiede für weiche, halbharte und harte Stecklinge. Ich kann es zwar nicht beweisen, aber meiner Erfahrung nach faulten die Stecklinge, die in das Pulver gestippt - und dann auf Wärmeplatte gestellt wurden - sehr schnell weg.
Also, ich lass es lieber. Lieber mit Geduld.
Von meinen Hibiskusbäumen sind übrigens mindestens >30 – 40 Kinder im Umlauf.
Von der Wurzelbildung im Wasserglas bin ich überhaupt kein Freund. Wasserwurzeln wachsen nur gerade, ohne Verzweigung, - weil sie ja nicht nach Wasser suchen müssen.
Und nach meinen Erfahrungen haben sie oft Schwierigkeiten bei der Umstellung auf Erde.
Und so sieht meine Anzucht dann aus:
Die Becherchen und Abdeckhauben sind nach meinen Bedürfnissen genormt.
Ich hoffe, nichts vergessen zu haben . Wenn doch, bitte fragen!
(Beitrag mit Gruß an RosaRot).
Bei der vegetativen Vermehrung von Bäumen und Sträuchern gibt es eine Methode, die ich persönlich auch bei Hibisken anwende.
Die Bewurzelung von Risslingen.
Statt Steckhölzer und Kopfstecklingen.
Die Methode ist aber nur anzuwenden, bei Arten und Sorten, die gut auf ihren eigenen Wurzeln wachsen.
Gehändelt wird das so:
Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen , ca. 5-10 cm - werden vorsichtig mit dem Daumen nach der Seite weggedrückt. Geht ganz leicht.
Bei Hibisken muss man ein wenig acht geben – bei ihnen reißt schnell das
Blatt mit ab – und mitunter ein Stückchen Rinde.
Da muss man dass Blatt am Ansatz mit der 2.ten Hand festhalten und den Rißling wegdrücken und dann nach oben wegziehen.
Hört sich kompliziert an – ist aber – einmal ausprobiert – kinderleicht.
So und nun zu dem Grund dieser Aktion:
Der Rißling hat an seinem unteren Ende gleich so etwas ähnliches wie einen kleinen Kallus – aus dem sich wesentlich schneller Wurzeln bilden, als aus einem Kopfsteckling.
Die Rißlinge werden in Anzucht und Pikiererde gesteckt, - nebelfeucht - mit einer Abdeckung versehen und kommen auf eine Wärmeplatte + Fluoraleuchten.
Zum richtigen Zeitpunkt - wenn die Pflanze in der vegetativen Phase ist - geht die Wurzelbildung sehr schnell.
Im Prinzip kann ich aber so das ganze Jahr über vermehren. Bewurzelungshormone - da bin ich geteilter Meinung.
Ich hab ja noch einen Rest der früher angebotenen Indolylbuttersäure. Da gab es auch Unterschiede für weiche, halbharte und harte Stecklinge. Ich kann es zwar nicht beweisen, aber meiner Erfahrung nach faulten die Stecklinge, die in das Pulver gestippt - und dann auf Wärmeplatte gestellt wurden - sehr schnell weg.
Also, ich lass es lieber. Lieber mit Geduld.
Von meinen Hibiskusbäumen sind übrigens mindestens >30 – 40 Kinder im Umlauf.
Von der Wurzelbildung im Wasserglas bin ich überhaupt kein Freund. Wasserwurzeln wachsen nur gerade, ohne Verzweigung, - weil sie ja nicht nach Wasser suchen müssen.
Und nach meinen Erfahrungen haben sie oft Schwierigkeiten bei der Umstellung auf Erde.
Und so sieht meine Anzucht dann aus:
Die Becherchen und Abdeckhauben sind nach meinen Bedürfnissen genormt.
Ich hoffe, nichts vergessen zu haben . Wenn doch, bitte fragen!
(Beitrag mit Gruß an RosaRot).