Erfahrungen mit Fremd-Samen von Hibiskus

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UllaL

Erfahrungen mit Fremd-Samen von Hibiskus

Beitrag von UllaL »

Natürlich habe ich mir ganz früher Samen von Richard Johnson, Sonny Stollings und Charles Atiu schicken lassen. Ich wollte zu meinen eigenen Kreuzungen sozusagen frische Linien rein bringen, aber mit den Samen von Dick Johnson und Charles war der Erfolg nur mäßig. Die Samen gingen oft schlecht auf, die Sämlinge kümmerten schnell und waren extrem empfindlich, es blieben dann nur sehr wenige übrig die dann auch noch extrem lange bis zur ersten Blüte brauchen, also alles in allem kein großer Erfolg.

Ich habe die Erfahrung gemacht dass Samen die aus den Tropen/Subtropen kommen hier in unserem schlechten Klima als Sämlinge große Probleme haben. Irgendwie ist das Wärme- und Lichtbedürfnis bei ihnen wohl "genetisch festgelegt" und doch weitaus größer als bei den Samen/Sämlingen die von Pflanzen geerntet wurden die schon einige Jahre in unserem Klima wuchsen.
Ich habe Samen aus Indien, Sri Lanka, Bahrain, Zypern, Brasilien geschickt bekommen, bei allen konnte ich oben beschriebenes Phänomen feststellen.
Auch Sämlinge von Samen von Gewächshaus-Hibisken verhalten sich oftmals anders und reagieren empfindlicher auf Kälte und Nässe.
Alle Samen die ich von Freunden aus Deutschland bekam entwickelten sich als Sämlinge ähnlich wie meine eigenen.
Wer wiederum Samen aus den tropischen/subtropischen Ländern nur unter Gewächshausbedingungen an-/aufzieht hat mit ihnen guten Erfolg, ich habe da von vielen Hibiskusfreunden entsprechende Rückmeldungen bekommen.

Wer von euch hat denn schon Erfahrungen mit Fremdsamen und kann davon berichten?

Herzliche Grüße
Ulla
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Monika
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Re: Erfahrungen mit Fremd-Samen von Hibiskus

Beitrag von Monika »

Hallo Ulla und Hibiskusfreunde,

ich habe dieses Jahr (2012) das erste Mal meinen eigenen Samen und auch Samen von Charles Atiu ausgesät. Ich konnte nur feststellen, dass ein Teil der Samen aus Moorea nicht mehr keimfähig war. Die Mooreasämlinge (und auch der Samen) sind bei mir im Schnitt kleiner, als Sämlinge von meinem eigenen Samen. Dass sie empfindlicher sind, konnte ich bisher nicht feststellen. Aber der Winter ist ja noch nicht vorbei.
Dieses Jahr habe ich auch schon "eigenen Mooreasamen" (aus jeweils zwei eigenen Mooreassorten ) geerntet, so dass ich mal gespannt bin, wie er sich im nächsten Jahr bei der Aussaat verhält.
Liebe Grüße

Monika
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