Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

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Matze
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Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Matze »

Hallo zusammen,

da mich das Hibiskusfieber voll erwischt hat, mir aber so langsam die Fensterbänke ausgehen bzw. ich mich ansonsten von anderen schönen Pflanzen trennen müsste, geht mir folgende "Spinnerei" durch den Kopf.

Und zwar hätte ich noch einen separaten Raum, den ich sozusagen in ein Hibuskuszimmer umwandeln könnte (ja die Fensterbank ist hier auch schon voll :shock: ) :--D ). Meine Überlegung ist jetzt, mir eine größere Ecke des Raumes (ca. 1,50x2,50m) für weitere Hibiskus einzurichten und hier das fehlende Tageslicht durch künstliche Beleuchtung zu ersetzen.
Die langfristig wirtschaftlichste Variante dürfte, meinen bisherigen Recherchen nach, eine Beleuchtung mit High-Power LED´s sein. Diese speziellen Pflanzenlampen sind hauptsächlich mit blauem und rotem Wellenbereich ausgestattet. Damit ergibt sich meiner Meinung, abgesehen vom hohen Anschaffungspreis, ein ästhetisches Problem, da die Pflanzen und Blüten dann für das menschliche Auge unschön blau und rotbetont "farbverfälscht" erscheinen. Man müsste also, um ein einigermaßen ästethisch ansprechendes Ergebnis zu erreichen, weitere LED´s im Weißbereich kombinieren.
Mich würde jetzt interessieren, inwieweit Ihr Erfahrungen mit der Kultur von Hibisken unter künstlicher Beleuchtung habt und möchte natürlich auch gerne die "Sinnhaftigkeit" meiner Idee zur Diskussion stellen.

Ich bin gespannt auf Eure Beiträge.

Viele Grüße,

Matthias
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Sundream
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Sundream »

Hallo Matthias?
Ach ja, das Hibiskusfieber! Kenne ich.
Hatte Anfang des Jahres ein Experiment gestartet hier im Forum." Hibiskusaussaat mit künstlichem Licht".
Die kleinen Pflänzchen sind besser gewachsen,als die Jahre davor. Ich glaube das würde gut klappen mit deinen Hibiskuspflanzen. Meine Lampe war ja nur behelfsmäßig, war eine normale Glühbirne, allerdings direkt für Pflanzen.Wenn du dir was größeres machst, fühlen sie sich bestimmt wohl. Mir sind leider auch schon viele Hibisken aus Lichtmangel über den Winter eingegangen.
Bin gespannt, schreib doch bitte weiter darüber, interessiert mich.
Liebe Grüße von Sundream :)
Ya' at' eeh ! :)
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Tetje
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Tetje »

Hallo Matthias,

ich finde die Idee klasse und viele Pflanzenfreunde, die ein zusätzliches Zimmer zur Verfügung haben, handhaben das so.
Besonders bei den Usambaraveilchen und Zimmerfarnen, habe ich das beobachten können. Mit dem
künstlichen Licht dürfte das auch kein Problem sein. Denke unbedingt an eine Quarantänestation,
damit du auch zukünftig viel Freude mit deinen Pflanzen hast. 8-) ;)
Viele Grüße
Tetje

„Habt Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“
Johann Wolfgang von Goethe
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Matze
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Matze »

Hallo zusammen.

Sundream: Ja, das ist fürchterlich mit dem Fieber :( :--D :shock: . Deinen Beitrag zu den Sämlingen unter künstlichem Licht habe ich mir auch schon durchgelesen. Klappt also mit dem künstlichem Licht. Ich bin nur etwas im Zweifel, ob die Dauerkultur erwachsener Hibisken auch funktioniert?!

Tetje: Danke für das Feedback. Kannst Du auch etwas zu den Lichtfarben sagen, die eingesetzt werden. Denn ich befürchte, dass sich bei den erforderlichen Lichtfarben/Wellenlängen, dann die Freude an den Blüten in Grenzen hält bzw. für unser Auge eifach zu rot-blaulastig wird. Zumindest haben mir die Bilder, die ich bei meiner Recherche im Internet gefunden habe, einen entsprechenden Eindruck vermittelt.

Viele Grüße,

Matthias
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Torro
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Torro »

Hallo Matthias,

da gibt es doch inzwischen richtig gute Lampen. Mit verschiedenen Wellenlängen,
nicht nur rot und blau.
Wenn Dich der Preis nicht abschreckt, ist das sicher eine gute Sache.
Liebe Grüße,
Torro
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Matze
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Matze »

Hallo Torro,

wenn ich so von den Produktbildern auf den entsprechenden Internetseiten ausgehe, schienen mir die Pflanzen immer sehr in ein rot-blaues Licht "getaucht". Ist ja auch kein Wunder, da entsprechnd der benötigten Wellenlängen und möglichst effizienter Energieeinsparung ja auch fast nur blaue und rote LED´s verbaut worden sind.
Bisher konnte ich nur einen Hersteller in den USA finden, wo auch entsprechend viele weiße LED´s verbaut worden sind. Damit sähen die Hibisken wahrscheinlich deutlich natürlicher aus. Allerdings gehen da die Preise schon fast in den vierstelligen Bereich, was natürlich schon mal eine enorme Hausnummer ist. Außerdem haben die in den USA meines Wissens doch auch eine andere Spannung und Stecker verbaut, als wir hier in Europa...

Weißt Du noch andere Quellen mit ensprechendem natürlicherem LED-Licht? Gerne auch als PM, falls hier die Hersteller/Verkäufer nicht genannt werden dürfen.

Viele Grüße,

Matthias
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Harald
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Harald »

Hallo Matze,
Du wirst Dich entscheiden müssen ob Du Lichtfarben für optimales Wachstum, oder Lichtfarben für natürliche Farbwiedergabe der Blüten haben willst. Untersuchungen haben ergeben, dass allein der rote und der blaue Anteil des gesamten Spektrums für das Wachstum der Pflanzen relevant ist. Pflanzenstrahler geben deshalb diese unschöne Himbeermilchfarbe ab, weil man keine Energie mit dem unwirksamen gelb/grün - Anteil des Spektrums verschwenden will. Ich habe meine in Embryokultur produzierten Irissämlinge anfangs mit den sehr teuren Gro-Lux oder Fluora Leuchtstoff - Röhren beleuchtet. Später habe ich mit der Kombination Kaltlicht (hoher Blauanteil) und Warmton (hoher Rotanteil) gearbeitet und keinen Unterschied im Wachstum festgestellt. Unter den neuen LED-Lampen müsste sich etwas Brauchbares finden lassen. Wie ich gesehen habe gibt es davon auch schon Pflanzenleuchten.
Viele Grüße
Harald
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Torro
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Torro »

Hallo Matthias,

ich hab heute nur mal kurz gesucht und beispielsweise (recht teure) LED-Lampen mit 12 Lichtspektren
gefunden. Das ist für die Pflanzen schon recht gut. Allerdings auch teuer.
Persönlich habe ich
a) reinweiße LED´s - sieht gut aus
b) eine blau/rot/weiße Wachstumslampe - sieht auch gut aus

Nur: Ich beleuchte damit meine Kakteen, die im Winter sowieso nicht wirklich wachsen sollen.
Mal sehen, ob ich schon eine PM hinbekomme... ;)
Liebe Grüße,
Torro
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Torro
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Torro »

Hallo Harald und Matze,

das stimmt schon: Pflanzenlicht ist nicht das für unser Auge angenehmste.

Es gibt Leute die ziehen Lithops vom Sämling bis zur blühfähigen Lampe unter Leuchtstoffröhren.
Das ist in der Anschaffung preiswerter. Allerdings ist der Stromverbrauch auch höher
als bei modernen LED´s.

LED-Pflanzenlampen findet man auch bei uns in Deutschland.
Relativ preiswert. Beispielsweise mit 9 Wellenlängen.
Einfach mal in der Suchfunktion des Browsers den Begriff "Growlight" eingeben.
Es gab auch schon mal den Fall das ein Zöllner bei einem Kakteenfreund anklopfte und
fragte, weshalb er denn so helles Licht brauche... :lol:

Allerdings sind diese LED-Lampen recht laut durch die Lüfter. Zumindest meine.
Liebe Grüße,
Torro
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Matze
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Re: Hibiskuskultur unter künstlicher Beleuchtung

Beitrag von Matze »

Hallo Torro, hallo Harald,

nachdem ich mich jetzt einige Tage intensiv mit der Suche nach geeigneter LED-Beleuchtung beschäftigt habe, kann ich Euch nur zustimmen. Mitlerweile ist das Angebot ziehmlich umfangreich, so dass man sich natürlich auch etwas schwer tut da die "Spreu vom Weizen" zu trennen. Auch LED growlights mit natürlicher Lichtwiedergabe konnte ich inzwischen finden, wobei dann der Preis für eine Lampe, genauso, wie ich mir das vorstelle, bei gut 1000€ liegt. Und eine möglichst natürliche Ausleuchtung der Hibisken ist mir persönlich sehr wichtig. Ich kann mir nicht vorstellen verschiedene blühende Hibiskussorten unter Kunstlicht zu haben, aber dann die Blüten aufgrund des rot-blauen Einheitsbreis nicht genießen zu können.
Das lässt einen dann natürlich auch noch über Alternativen nachdenken. Von denen kommt nach meiner bisherigen Recherche T5 als Dauerbeleuchtung für Hibisken nicht in Frage. Bleiben also noch Natriumdampflampen, die zwar in der Anschaffung günstiger sind, aber dann doch auch wieder einiges an Stromkosten produzieren. Es bleibt also noch einiges an Bedenkzeit und -arbeit.... Aber bald ist ja auch Weihnachten ;)

Viele Grüße,

Matthias
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